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Wenn Justus nicht gerade studiert oder als studentische Hilfskraft das ZfH-Team unterstützt, dann ist er in einer Sportstätte oder auf seinem Rad anzutreffen. Sport spielte in Justus' Leben schon immer eine große Rolle. Seit 2017 agiert er mit viel Enthusiasmus als Übungsleiter für Wasserball. Inzwischen hat er auch das Schwimmtraining für Wasserballer sowie den Kinderschwimmlernkurs übernommen. Welche Bedeutung der Sport für Justus hat und wie seine Zukunft aussehen soll, verrät er im Interview.

Name: Justus Eichhorn

Heimatort: Schwedt/Oder

Beruf: Student/ studentische Hilfskraft/ Trainer

Sportart: Schwimmen/ Wasserball/ Calisthenics/ Functional Fitness

Beitrag im Hochschulsport: studentische Hilfskraft und Übungsleiter

Lieblingsort in Leipzig: Calisthenicsanlage im Clara Park

Motto: „Was immer der menschliche Geist sich vorstellen kann, das kann er auch vollbringen.“ Napoleon Hill

 

Welche Erfahrungen bringst du als Trainer und Sportler mit?
Mit 13 Jahren begann ich neben der Schule als Schwimmtrainer zu arbeiten. Damals war ich bereits seit sieben Jahren aktiver Schwimmer. Ich machte meine Trainerlizenzen und leitete in den folgenden Jahren einige Schwimmgruppen.
Da ich irgendwann nicht mehr mit den Sportschülern im Schwimmen mithalten konnte, begann ich als 15-Jähriger mit dem Wasserball. Ein Jahr später durfte ich in der Herrenmannschaft spielen und habe meine neue Lieblingssportart für mich entdeckt. In dieser Zeit begann ich als Trainer den Nachwuchs beim Wasserball zu trainieren und erlangte weitere Lizenzen.
Seit meinem zweiten Semester in Leipzig leite ich den Wasserballanfänger-Kurs. Zwischenzeitlich spielte ich noch in der Wasserball-Liga, musste jedoch aufgrund einer Schulterverletzung aufhören.
Neben dem Schwimmen und Wasserball spielen habe ich im Fitnessstudio trainiert und mit Calisthenics begonnen. Vor 3 Jahren fing ich an, meinen Wasserballern ein wöchentliches Krafttraining anzubieten, welches immer noch sehr positiv angenommen wird.
Nebenbei leite ich seit 2,5 Jahren meine eigenen Kinderschwimmkurse und Rehasportkurse am Land und im Wasser für den Hochschulsport und „HSG DHfK Leipzig“. Seit Anfang 2020 arbeite ich als Personaltrainer und unterrichte Outdoorkurse im CityBootCamp.

Was gefällt dir an deiner Tätigkeit als Trainer am besten?
Das Beste ist, wenn man bei den eigenen Sportlern/innen die Fortschritte live mitverfolgen kann. Einige wollen einfach Körperfett verlieren, andere Muskelmasse aufbauen und als Trainer bekommt man diese Erfolge natürlich mit und weiß dann, dass man den Job richtig macht.

Worauf legst du bei deinen Kurseinheiten wert?
Das kommt auf die Sportart an: Bei den Kinderschwimmkursen, sollen die Kinder ihre Angst vor dem Wasser verlieren, Spaß am Schwimmen haben und natürlich das sichere Schwimmen erlernen.
Die Wasserballer sollen das Spielen lernen, ihre körperliche Physis dadurch fördern und am besten mit zu den Turnieren fahren.
Die älteren Damen und Herren (65-89 Jahre) in meinen Reha-Kursen sollen sich etwas bewegen und wieder die Freude an Bewegung für sich entdecken. Nebenbei lege ich großen Wert auf die Förderung der Hand-Augen-Koordination durch Fangen und Werfen von Sandsäckchen oder Bällen in allen Größen sowie die Verbesserung des Gleichgewichts beginnend beim Einbeinstand und Balancieren.
Meine Kunden beim Personaltraining haben unterschiedliche Prioritäten. Einige müssen zum Sport motiviert werden und sollen Freude daran entwickeln, andere wollen Beschwerden lindern.
Bei jedem werden andere Prioritäten festgelegt.

Fitnessstudio oder Bodyweight – Wie trainierst du?
Ich kombiniere beides. Ich liebe Bodyweight-Training, da es überall und jederzeit möglich ist und für Neulinge den Einstieg in den Sport erleichtert. Zudem ist das Verletzungsrisiko geringer.
Ich trainiere aber auch mit Gewichten und an Maschinen, um mich selbst zu fordern.

Wie läuft eine Schwimmlernstunde bei dir ab?
Die erste und zweite Stunde sind „Wassergewöhnungsstunden“. Die Kinder sollen ihre Angst vor dem Wasser verlieren und Spaß an diesem Element erlangen.
Danach geht es los mit dem Erlernen der Beinbewegung. Wenn die Technik gut ist, nimmt man langsam die Armbewegung dazu. Und irgendwann wird an der Gesamtbewegung gefeilt.
Nebenbei wird getaucht, gesprungen und im Wasser gespielt.

Worauf kannst du in der jetzigen Situation auf keinen Fall verzichten, und wieso?
Auf Sport und eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Mit einem gesunden Lebensstil reduziert man das Erkrankungsrisiko und tut dem Körper etwas Gutes.

Lehramtsstudium, Übungsleiter, Trainer – Was kommt als nächstes?
Derzeit beginne ich mit der Selbstständigkeit, diese soll weiter ausgebaut werden, sodass man davon leben kann. In 5 Jahren soll dann mein eigenes kleines Gym für Gruppentraining und das Personaltraining existieren. :D
Nebenbei schreibe ich noch an einem E-Book zum Thema „Fitness – Als Anfänger“.

Hast du einen Trainingstipp für zu Hause?
Versucht bei den „Basics“ anzufangen. Kniebeuge, Liegestütze, Unterarmstütz. Diese Übungen kann man alle variieren und dadurch vereinfachen oder anspruchsvoller gestalten.

Ihr wollt euch selbst ein Bild von Justus' Kurseinheiten machen oder Wasserball als neue Sportart kennenlernen? Dann zögert nicht, euch im nächsten Semester für das Training einzuschreiben. Wir sehen uns im Wasser!