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Vom 24. bis 27. Juli fand in Łódź (Polen) die European Universities Orienteering Championship (EUOC) statt. Rund 150 Athletinnen und Athleten aus 16 Ländern waren am Start, darunter auch ein deutsches Team aus zwölf Studierenden verschiedener Universitäten. Gelaufen wurde in drei Disziplinen: Sprint, Mitteldistanz und Sprintstaffel.

Sprint – technisch fordernd bis zum Ziel.
Der Sprint führte durch ein urbanes Gebiet mit vielen Richtungswechseln, Innenhöfen und kleinen Geländedetails. Das Ziel lag auf dem Gelände des AZS Stadions. Ich konnte ein solides Rennen abliefern, auch wenn ich bei einigen Routenwahlen im Nachhinein nicht die beste Entscheidung getroffen habe. Physisch fehlte mir im Vergleich zur Spitze noch einiges. Am Ende wurde es Platz 10 von 75 mit 1:31 Minuten Rückstand – ein Ergebnis, das ich realistisch einordnen kann.
 

Mitteldistanz – feine Orientierung gefragt.
Das Gelände der Mitteldistanz war flach, aber technisch anspruchsvoll. Viele kleine Senken, Gräben und kaum Höhenunterschiede – ein ehemaliges Militärgelände, das schnell zum Orientierungsfehler einlädt. Insgesamt ein nur in Teilen zufriedenstellendes Ergebnis, da mir unter anderem zum 18. Posten ein größerer Fehler passierte (ca. 45 Sekunden). Ich wurde 23. von 75. Auch hier hat man gesehen: Das Tempo der Spitzenläuferinnen ist aktuell noch nicht in Reichweite. Trotzdem war es ein forderndes und spannendes Rennen.
 

Sprintstaffel – im Mixed Team außer Wertung. 
Zusammen mit Philipp Schwarck (Uni Regensburg) bin ich in der Sprintstaffel gelaufen. Da wir nicht aus derselben Hochschule kommen, liefen wir außer Konkurrenz. Unser Ziel war es, persönlich gute Läufe abzuliefern. In meinem ersten Durchgang habe ich zum ersten Posten eine suboptimale Route gewählt (ca. 20 Sekunden Zeitverlust). Den meisten anderen Läuferinnen passierte jedoch derselbe Fehler. So konnte ich meine Gruppe bis zum vierten Posten anführen. Anschließend musste ich diese Position durch eine weitere schlechte Routenwahl wieder abgeben. Danach konnte ich mich besser ins Rennen finden. In der zweiten Runde wurde es dann physisch deutlich härter. Die Belastung der Vortage war zu spüren, und technisch lief es suboptimal.

 

Mit meinen Leistungen kann ich nur zum Teil zufrieden sein. Nach einigen verletzungsgeprägten Jahren bin ich aktuell nicht da, wo ich gerne wäre. Das hat sich in allen drei Wettkämpfen gezeigt. Gleichzeitig war die EUOC eine wertvolle Standortbestimmung: Ich weiß, woran ich arbeiten muss und was möglich ist. Die Atmosphäre, die Organisation und das starke internationale Feld haben die Tage in Łódź zu einem echten Highlight gemacht – sportlich fordernd, motivierend und definitiv richtungsweisend.

Ich bedanke mich bei der Universität Leipzig und dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung!