Den Anfang machte unser Männer-Doppelvierer in der Besetzung Louis Dammeyer, Franz Cherubim, Vincent Hanewinkel und Bruno Hirsch. Im Vorlauf konnte sich das Team souverän durchsetzen und errang den 1. Platz, was nicht nur einen direkten Finaleinzug bedeutete, sondern gleichzeitig ein gelungenes Geburtstagsgeschenk für Schlagmann Louis Dammeyer darstellte.
Im Finale lieferten die vier Athleten ein starkes Rennen und mussten sich lediglich dem Boot der TU Dresden geschlagen geben. Mit einem 2. Platz auf nationaler Ebene zeigte das Team eine herausragende Leistung. Die Qualifikation für die European University Championships (EUC) wurde damit jedoch knapp verpasst. Das Team blickt trotz der verpassten EUC-Qualifikation zufrieden auf eine gelungene Meisterschaft mit starker mannschaftlicher Geschlossenheit und kämpferischem Einsatz zurück.
Als nächstes an die Startbrücke fuhr der Frauen Doppelvierer um Jule Böckmann, Tilla Panzner, Finja Carstens und Pauline Sauter. Nach einem eher zurückhaltenden Start ging es auf der 1000m langen Strecke dann aber Schlag für Schlag nach vorne und so konnten sie sich mit einem Vorlaufsieg den direkten Finaleinzug sichern.
Im Finale am Samstag wurde dann mit guter Laune und bei Sonnenschein noch einmal angegriffen. Nach langem Bugball-an-Bugball-Rennen musste sich das Leipziger Team dann aber doch dem Team der WG München geschlagen geben und erreichte so den 2. Platz. Auch wenn hier ebenfalls die EUC-Qualifikation knapp verpasst wurde, ist die Mannschaft mehr als zufrieden mit ihrer Leistung in dem diesjährigen sehr starken Starterfeld.
Bei ihren ersten Deutschen Hochschulmeisterschaften ging Miya Becker im Frauen-Einer an den Start. In einem stark besetzten Feld mit mehreren ehemaligen U23-WM-Teilnehmerinnen musste sie sich zunächst im Vorlauf und anschließend im Halbfinale behaupten, um sich für das A-Finale zu qualifizieren. Dort zeigte sie in der zweiten Streckenhälfte ihre Stärke und sicherte sich mit einem starken Endspurt den 2. Platz. Auch wenn sie damit leider knapp die direkte Qualifikation für die European University Championships verpasste, ist sie mit dem Ergebnis angesichts der starken Konkurrenz sehr zufrieden.
Theresa Schulze und Jella Digel konnten auf der schönen Regattastrecke in Krefeld erste Wettkampferfahrung sammeln. Sie traten auf der Deutschen Hochschulmeisterschaft im Challenge 2x (das sind alle Sportler, die vor dem Studium an keiner offiziellen Regatta teilgenommen haben). Den Vorlauf und auch das Halbfinale konnten sie mit sicherem Abstand gewinnen und sich damit für das A-Finale qualifizieren. Dort erreichten sie hinter Heidelberg und Dresden den 3. Platz. Trotz Wind und Anspannung am Start war die Stimmung unter den Sportlerinnen der verschiedenen Hochschulen sehr nett und motiviert zum weiteren Training zuhause in Leipzig.
Ebenfalls im Challenge Männer Doppelzweier traten Niklas Garke und Hendrik Mey an. Trainiert hatten sie wie die Tiere und das zählt! Auch wenn die Rennen nicht so gut liefen, wie im Training erhofft, konnte am Ende doch einiges an Erfahrung gesammelt werden und die Motivation fürs nächste Jahr ist umso größer.
Das letzte Boot aus der Reihe der Challenge Rennen fuhr Cosima Justus im Frauen Einer. Vom Frauen Vierer hüpfte Cosi direkt in den Einer, um sich mal schnell fürs Halbfinale zu qualifizieren. Sonntag standen noch zweimal 1000 Meter an, über die sich Cosi dank bester Anfeuerung vom besten Team auf den 1. Platz im B-Finale skullen konnte.
Den größten (und wahrscheinlich bestgelauntesten) Teil unseres Teams machten die Novicen Boote aus. Diese Rennklasse richtet sich an Sportler, die bisher noch nie an einer Regatta teilgenommen haben und so meistens erst über den Hochschulsport zum Rudern gekommen sind. Die Rennen werden in Gig-Booten (sehr breite und schwere Boote) über 500m gefahren.
Den Anfang machte hier der Frauen Doppelvierer mit Cosima Justus, Paula Schlegel, Mia Erle, Miriam Köhler und Steuerfrau Lea Uhrmann. Hier hat jede alles gegeben, am Freitag und Samstag wurde durchgezogen wie die Profis (nur mit weniger Laktattoleranz) und unsere fantastische Steuerfrau hat uns lautstark durch Wind und Wellen manövriert. Zwar stand am Ende keine Medaille, aber bei jedem Rennen wurde die Ziellinie überquert. Es waren viele Rennen und wenig Pause, vor allem für die Sportlerinnen, die zusätzlich Mixed oder Challenge gefahren sind – aber umso mehr Teamgefühl.
Ein Herz und ein Schlag - so kann man den Novizen Mixed Vierer um Schlagfrau Paula Schlegel, Lucas Hegner, Kevin Hofmann, Mia Erle und Steuerfrau Lea Uhrmann beschreiben. Hochmotiviert und gemeinsam als eingespieltes Team haben sie dem Regen am Finaltag getrotzt und sich tapfer durch die Wellen gekämpft. Dass sich dies leider nicht in eine gute Platzierung übertragen ließ, tat der Stimmung aber keinen Abriss. Ganz im Gegenteil – sie haben sich sowohl im als auch außerhalb des Bootes gegenseitig motiviert, lautstark angefeuert und damit gezeigt, worauf es wirklich ankommt: auf echten Teamgeist und den Spaß am Rudern. Mehr als zufrieden blicken sie auf eine spannende und tolle DHM zurück.
Mit so vielen spannenden Rennen und einem wunderbaren Teamgeist können wir also alle mit einem guten Gefühl auf die vergangenen Deutschen Hochschulmeisterschaften zurückblicken und uns in die wohlverdiente Sommerpause an den Cossi begeben.